Seelenwunden – Was wir verdrängen, aber trotzdem lebe

Seelenwunden – Was wir verdrängen, aber trotzdem leb

Manche Muster in unserem Leben wiederholen sich.

Beziehungen scheitern auf ähnliche Weise.

Wir ziehen Menschen an, die dieselben Knöpfe drücken.

Oder wir vermeiden genau die Situationen, die eigentlich heilen könnten.

Warum?

Weil in uns etwas verletzt wurde, bevor wir es in Worte fassen konnten.

Weil unser Inneres in der Kindheit eine Erfahrung gemacht hat,

die tief eingeschlagen ist –

manchmal durch offensichtliche Verletzung,

aber oft auch durch ganz subtile, wiederkehrende Situationen.

Seelenwunden sind solche inneren Prägungen.

Sie entstehen in frühen Lebensjahren –

nicht nur durch schwere Traumata,

sondern auch durch das, was gefehlt hat:

Verlässlichkeit, Zuwendung, echtes Gesehenwerden.

Und um nicht nochmal verletzt zu werden,

entwickeln wir Schutzstrategien. Masken. Rollen.

Wir ziehen uns zurück, kontrollieren, geben uns stark oder unsichtbar –

aber dabei entfernen wir uns oft von unserem wahren Selbst.

Diese Wunden heilen nicht, indem man sie ignoriert.

Sondern indem man sie anerkennt, fühlt und integriert.

Nicht mit Schuld – sondern mit Mitgefühl.

Denn alles, was wir damals entwickelt haben,

diente nur einem Zweck: Überleben.

Heute dürfen wir wählen:

Wollen wir weiter im alten Schutz funktionieren?

Oder Schritt für Schritt heil und ganz werden?

Die 5 Seelenwunden nach Lise Bourbeau

Wunde Entstehungsalter Auslöser/Prägung Maske (Schutzstrategie) Typisches Verhalten im Erwachsenenalter

Ablehnung Geburt bis ca. 1 Jahr In der allerfrühesten Bindungsphase – z. B. wenn das Kind nicht gewollt war oder sich unerwünscht fühlt Flucht (Rückzug, Unsichtbarkeit) Rückzug, Selbstzweifel, Angst vor Nähe, Isolation

Verlassenheit ca. 0–3 Jahre Emotionale Abwesenheit, fehlende Zuwendung (z. B. häufiger Wechsel von Bezugspersonen) Abhängigkeit (Klammern, Angst vor Alleinsein) Bedürftigkeit, Angst vor Verlust, emotionale Instabilität

Demütigung ca. 1–3 Jahre Beschämung durch Bezugspersonen, z. B. bei Körperthemen, Kontrolle, Schuld Masochismus (sich klein machen, sich selbst entwerten) Aufopferung, Schuldgefühle, Unwürdigkeit, sich selbst einschränken

Verrat ca. 2–4 Jahre Vertrauensbruch durch Eltern (z. B. Versprechen nicht eingehalten, Untreue, Manipulation) Kontrolle (Dominanz, Misstrauen) Kontrollverhalten, Besitzdenken, Eifersucht, Schwierigkeiten mit Vertrauen

Ungerechtigkeit ca. 4–6 Jahre Strenge, emotionale Kälte, zu hohe Anforderungen, Lieblosigkeit trotz Pflichterfüllung Starre (Perfektionismus, emotionale Distanz) Gefühlsunterdrückung, Unnahbarkeit, Leistungsdruck, Schwarz-Weiß-Denken

🧭 Zu jeder dieser Wunden entsteht hier bald ein eigener Beitrag –

mit mehr Tiefe, Beispielen, Heilimpulsen und Raum zum Nachfühlen.

👉 Du wirst dann hier zu den einzelnen Seiten gelangen, z. B.:

Ablehnung – Die Wunde der Unsichtbarkeit

Verlassenheit – Die Wunde des Alleinseins

Demütigung – Die Wunde der Scham

Verrat – Die Wunde des Vertrauensbruchs

Ungerechtigkeit – Die Wunde der Härte